15. April 2026

- Nachrichten

Der PPA-Markt möchte an Fahrt gewinnen, wird jedoch nach wie vor durch ein grundlegendes Problem gebremst 

Die Nachfrage nach Ökostrom im Rahmen von Stromabnahmeverträgen für Unternehmen (CPPAs) steigt seit Jahren. Große Energieverbraucher suchen nach langfristigem Schutz vor schwankenden Energiepreisen und wollen ihren Stromverbrauch nachweislich dekarbonisieren. Die Erzeuger wiederum benötigen dieselbe langfristige Sicherheit, um die Finanzierung neuer Projekte zu sichern. Theoretisch ist dies eine perfekte Kombination. In der Praxis ist es für Käufer jedoch nicht immer klar, welche Projekte tatsächlich verfügbar sind. 

„Der Bedarf an Stromabnahmeverträgen besteht schon seit langem“, sagt Mike Dusseldorp, Leiter des Bereichs PPA & Energiemärkte bei Ecorus. „Aber die Bedeutung, die dem Abschluss eines PPA beigemessen wird, hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren erheblich verändert. Sowohl für Projektentwickler als auch für gewerbliche Abnehmer ist die Unterzeichnung eines PPA auf der Prioritätenliste deutlich nach oben gerückt. Für Unternehmen ist ein PPA zu einem festen Bestandteil ihrer Wachstumsstrategie geworden. Für Entwickler war es früher nur einer von vielen Punkten auf einer Checkliste. Heute ist es neben Netzengpässenzu einem der größten Hindernisse für die Realisierung neuer Projekte geworden. Genau aus diesem Grund hielten wir es für an der Zeit, all unseren PPA-bezogenen Aktivitäten einen zentraleren Platz auf unserer Website einzuräumen.“ 

 

Der Markt ist gereift, doch ein Gesamtüberblick fehlt noch

In den letzten Jahren hat sich der PPA-Markt rasant entwickelt. Es haben sich Standards herausgebildet, die die Komplexität erheblich verringert haben. Dadurch sind PPAs nun auch für kleinere Abnehmer zugänglich geworden. Was jedoch oft noch fehlt, ist ein klarer Überblick darüber, welche Projekte für eine Vertragsabschlüsse zur Verfügung stehen. Wir bei Ecorus möchten diese Transparenz schaffen, indem wir aufzeigen, welche Projekte derzeit für einen CPPA auf dem Markt sind. 

„Jedes CPPA-Projekt beginnt mit einer PPA-Suche auf Seiten des Abnehmers, wobei Klarheit über Verfügbarkeit,Standort und Umfang entscheidend“, sagt Chanan Schouten, PPA-Manager bei Ecorus. „Wir sind überzeugt, dass wir durch die Schaffung von Transparenz dazu beitragen können, diesen Prozess zu beschleunigen.“ 

 

Nicht neu, aber wichtiger denn je

Waren Stromabnahmeverträge (PPAs) früher vor allem eine Domäne einer kleinen Gruppe von Vorreitern, so werden sie heute zu einem Instrument für einen weitaus größeren Kreis von Abnehmern. Diese Ausweitung erfordert eine weitere Professionalisierung, insbesondere in der frühen Orientierungsphase. Nicht, weil das Geschäft an sich einfacher wird, sondern um schneller den Punkt zu erreichen, an dem die richtigen Fragen gestellt werden können. 

Auf der Grundlage dieser praktischen Erfahrungen hat Ecorus den PPA-Marktplatz entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Online-Plattform, auf der Solarprojekte, die noch zur Vergabe stehen,, übersichtlich und strukturiert präsentiert werden, um Abnehmern die Möglichkeit zu geben, ihre Optionen zu prüfen. Darüber hinaus bündelt die Plattform relevante Hintergrundinformationen zu PPAs an einem zentralen Ort, darunter bereits veröffentlichte Whitepaper, Webinare und Pressemitteilungen zu erfolgreich abgeschlossenen CPPAs. 

„Wir wurden immer wieder mit derselben Frage konfrontiert“, sagt Schouten. „Welche Projekte suchen noch einen Abnehmer? Um den Markt bei der Beantwortung dieser Frage so effizient wie möglich zu unterstützen, sind wir der Ansicht, dass eine zentrale Online-Umweltplattformdazu beitragen kann, dass sich Abnehmer schneller und effektiver orientieren können.“ 

 

Eine Plattform, kein Ersatz für den Prozess

Es ist wichtig zu beachten, dass die Plattform nicht darauf abzielt, den gesamten Prozess zu übernehmen. Der Schwerpunkt liegt bewusst auf der Transparenz, sowohl neuer Projekte als auch relevanter allgemeiner Informationen zum Abschluss eines CPPA. Laut Schouten und Dusseldorp bleibt ein CPPA-Prozess in hohem Maße maßgeschneidert und lässt sich nicht über eine Plattform standardisieren. 

 

Zusammenarbeit beginnt mit Transparenz

Seit einigen Jahren beobachten Schouten und Dusseldorp ein wachsendes Interesse an CPPAs sowohl seitens der Projektentwickler als auch der Abnehmer, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen. Für Projektentwickler bedeutet dies, neue Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu ermöglichen. Für Abnehmer unterstützt dies die Erreichung der Scope-2-Emissionsziele und die Entwicklung einer Beschaffungsstrategie mit größerer langfristiger Preissicherheit. 

Um beide Gruppen besser zu unterstützen, hat Ecorus beschlossen, alle relevanten Informationen zu aktuellen CPPA-Möglichkeiten über denneu gestarteten PPA-Marktplatz zugänglich zu machen. Die ersten Reaktionen aus dem Markt waren positiv, und in den kommenden Monaten wird Ecorus die Plattform weiter optimieren, um interessierten Abnehmern klarere und leichter zugängliche Einblicke in aktuelle PPA-Möglichkeiten zu bieten. 

Laut Schouten und Dusseldorp ist nun ein wichtiger erster Schritt getan, und sie sind zuversichtlich, dass dies eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Angebot und Nachfrage ermöglichen wird. 

Schouten fasst zusammen: „Aus Erfahrung weiß ich, dass das Feedback der Endnutzer für die nächsten Schritte unglaublich wertvoll ist.“ Er lädt die Nutzer daher ein, nach dem Besuch des PPA Marketplace. 

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